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Selbstfahrende Fahrzeuge in der Logistik – wir sind in der Pole-Position

Stellen Sie sich vor, Sie stecken in zähfließendem Verkehr. Sie können nichts tun, außer wie alle anderen im Schneckentempo voranzukriechen. Nun stellen Sie sich vor, Ihr Fahrzeug auf Autopilot umzustellen, Ihre Sitzlehne zurückzustellen und all die E-Mails durchzugehen, die sich über Nacht in Ihrem Posteingang angesammelt haben. Oder wie wäre es mit Zeitunglesen oder sogar einem kleinen Nickerchen?

Viele von uns denken vielleicht noch immer, solche Vorstellungen seien Science-Fiction-Filmen vorbehalten. Tatsächlich werden selbstfahrende Fahrzeuge in vielen Branchen jedoch bereits heute eingesetzt. Diesen Trend auf die Straße zu bringen ist der nächste Entwicklungsschritt.

Unglaubliches Potenzial für die Logistik

Mein Trend-Research-Team und ich haben gerade unseren jüngsten Trendreport mit dem Titel „Selbstfahrende Fahrzeuge in der Logistik“ herausgegeben, der Sie auf eine Spritztour in die Welt des fahrerlosen Transports nimmt. Dabei betrachten wir die Schlüsselelemente der Technologie, beleuchten eine Reihe bewährter Praktiken, die in diversen Branchen bereits heute Anwendung finden, und zeigen spezifische Nutzungsszenarien entlang der Logistikkette auf.

Die Logistikbranche ist eines der idealsten Arbeitsumfelder für den fahrerlosen Transport. Und es ist sicher nicht zu viel behauptet, wenn wir uns als Anwender der ersten Stunde bezeichnen, da wir diese Technik bereits seit Jahren in einigen unserer Depots einsetzen und den technischen Fortschritt schneller als viele andere Branchen bei uns einfließen lassen.

Wo könnten wir die Technologie sonst noch nutzen? Ich denke, der autonome Transport lässt sich in jedem örtlich begrenzten Umfeld verwenden, in dem Güter verladen und transportiert werden.

Langfristig sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt

Und wie steht es mit relativ isolierten und abgelegenen Außenstellen, bei denen menschliche Fahrer Risiken durch widrige Witterungsverhältnisse und zeitliche Verzögerungen ausgesetzt sind? Darüber hinaus sehe ich auch Potenzial im Linienverkehr und bei der Zustellung auf der letzten Meile. Tja, und langfristig sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt!

Eines ist absolut klar: Es gibt noch einen erheblichen Nachholbedarf, was Regulierungen, öffentliche Akzeptanz und Haftungsfragen angeht. Aber sind diese Fragen einmal geklärt, ist dieser Trend am Start.

Schnallen Sie sich an und steigen Sie ein

Bei dieser Fahrt auf den Straßen der Zukunft sitzen wir vorne. Gemeinsam mit unseren Partnern und Kunden arbeiten wir daran, in der Welt der selbstfahrenden Fahrzeuge als innovative Pioniere voranzugehen.

Kommen Sie mit auf die Reise. Laden Sie hier unseren vollständigen Bericht herunter und setzen Sie sich mit uns für weitere Diskussionen in Verbindung.

 

DHL Logistik-Trendradar

„Fahrerlose Transportsysteme in der Logistik“ ist der jüngste in einer Reihe von Berichten, die von DHL Trend Research erstellt wurden. Diese Einheit befasst sich gezielt mit der Untersuchung, Analyse und letztlichen Nutzung neuer Trends in der Logistikbranche. Dieser Trend wurde, gemeinsam mit anderen Entwicklungen, von DHL im jährlich aktualisierten Logistik-Trendradar erfasst – einem Dokument, das die Auswirkungen gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Trends und Technologietreiber in der Logistikbranche bewertet.

4 Kommentare

  • Brian Gilbert
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    I am corresponding with the EcoPRTersonal Rapid Transit project of North Carolina State University. The costing has been developed on a spreadsheet and it only needs a Pilot Project to prove it can be profitable in many congested locations. The spreadsheet is available if you are interested.

    Currently little allowance has been made for freight customers despite the fact that a Canadian report says 50% of the demand could come from freight. This would increase the profitablity even more.

    The big changes tipping the position are the testing of massproduction versions of Tesla, and Renault nissan vehicles which will lower the price of the pods sharply. Also the idea of using one person pods instead of 4/6 person pods. This lowers the cost of the pods and the cost of the guideway.. I am partially deaf so please contact me via email if interested and I will email you the spreadsheet, Case/rebuttals ans sources, documents.

  • Matthias
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    Ich vermag mir nicht vorstellen, daß ein ganze Straße voller treudoofer Schafe in ihren Blechkisten vor sich hindöst und das Auto ganz alleine vor sich hintrottelt. Was ist, wenn sich die Auto verbünden und einfach “ihr Ding” machen oder plötzlich ausscheren und ferngesteuert ganz woanders hinfahren? Also ich wäre da permanent mißtrauisch ob “das Benzinpferd” auch tatsächlich den Weg allein nach Hause findet. Ein Schiff fährt auch nicht mit unbesetzter Brücke in verkehrsreichem Fahrwasser, denn Technik kann auch mal ausfallen und das Kollisionswarnsystum kann versagen. Wer will da das Risiko eingehen und sich vor einer Seekammer verantworten, weil man mal sein Schiff alleine gelassen hat und der Kapitän auf dem anderen Schiff ebenfalls. Oder wie war das vor Jahren über Überlingen, als zwei Flugzeuge in 10000 Meter Höhe kollidierten. Da war sogar noch Platz nach oben und unter und trotzdem hats gescheppert, weil das Zusammenspiel Mensch-Technik nicht funktioniert hat.

    Mit würde es schon reichen, wenn bei einem Verkehrsstillstand das Auto einen Piep von sich gibt, wenn es endlich weitergeht. Wenn alles steht, ist gegen ein Nickerchen wohl nichts zu sagen. Da kann auch 15 Kilometer lang alles gemütlich pennen oder mal nach hinten zum Kaffeekochen gehen oder sich zum Rauchen bei Kilometer 220,4 treffen.

  • Bernhard
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    Guten Tag,
    was der Artikel nicht sagt, ist das “wozu?”.
    Was ist der Vorteil des fahrerlosen Systems? Der Vorteil ist doch nicht wo “menschliche Fahrer Risiken durch widrige Witterungsverhältnisse und zeitliche Verzögerungen ausgesetzt sind”. Denn dann sitzt der Fahrer sicher aber arbeitslos zu Hause. Ob der dann glücklicher ist?
    Der Vorteil liegt eben einzig bei den Logistikern die sich eben Arbeitskräfte sparen. Maschinen wollen keinen Urlaub, Pausen oder Schlaf.
    Wenn es nun hier aber heisst: “Darüber hinaus sehe ich auch Potenzial im Linienverkehr und bei der Zustellung auf der letzten Meile.” muss ich an meine Erfahrungen mit der Zustellung denken. Da wird den Fahrern so wenig Zeit gelassen, dass man zwischen Klingeln und Karte im Kasten unmöglich zu Tür kommen kann wenn man nicht ganau darauf gewartet hat. Jetzt das automatisch durchführen lassen zu wollen, heisst doch im Endeffekt auf die Zustellung an die Haustür zu verzichten und z.B. nur die Packstationen zu beliefern. Von den letzten 5 Paketen konnte ich mir 3 an der Filiale abholen weil die Pakstation voll war oder das Paket zu groß. Damit wird schon jetzt die Kernkompetenz der Post langsam abgeschafft. Die Lieferung. Was passiert wenn man seine Kernkompetenz abschafft? Man schafft sich selbst ab.
    Grüße. B.

    • Markus Kückelhaus
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      Lieber User, vielen Dank für Ihren Beitrag. Unser Anliegen ist es, Fahrer zu unterstützen, nicht sie aus dem Fahrzeug zu verdrängen. Durch die kontinuierliche Verbesserung und Erweiterung von Fahrerassistenzsystemen soll nicht nur die Sicherheit des Fahrers, sondern auch die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer gewährleistet werden. Rein fahrerlose Transportsysteme sehen wir zurzeit nur in geschlossenen Bereichen, wie zum Beispiel im Warenhaus oder an Flug- und Seehäfen, wo Fahrzeuge durch ihre schwere und unübersichtliche Steuerung charakterisiert sind. Dort liegt der entscheidende Vorteil ebenfalls in der Sicherheit von Mensch und Transportgut. Wenn es um fahrerlose Szenarien für den Linienverkehr geht, sprechen wir hier von Anwendungen in einem Zeithorizont über 2030 hinaus. Der Ersatz von Fahrern ist nicht das Ziel, vielmehr ist es die Kompensation von zwei bedeutenden Veränderungen: Der erwartete Rückgang von verfügbaren Fahrern und der gleichzeitig steigende Bedarf am Straßengüterverkehr.

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