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Wir müssen enger zusammenwachsen

Das macht im ersten Moment Angst und löst oft irrationale Schutzreflexe gegen alles Globale aus. Wir erleben sie gerade hautnah angesichts der sehr kontrovers geführten Diskussion um das angedachte Freihandelsabkommen TTIP zwischen Amerika und der Europäischen Union.

Die Chancen der größten Freihandelszone der Welt und damit die Chancen für mehr Wachstum und Innovation für rund 800 Millionen Menschen auf beiden Seiten des Atlantiks treten zurück inmitten von Detailkämpfen um unterschiedliche Standards.

Wir können die großen Herausforderungen von heute und morgen nur gemeinsam lösen. Der gerade zu Ende gegangene APEC CEO Summit, der vom 8.-10. November 2014 in Peking stattfand, hat mich in dieser Überzeugung bestärkt. Unter dem Motto „New Vision for Asia Pacific: Creativity, Connectivity, Integration, Prosperity“ haben Teilnehmer aus Asien und der ganzen Welt über die aktuelle und zukünftige globale Wirtschaftslage diskutiert. Ich selbst habe an einer Paneldiskussion zum Thema „Looking beyond business as usual“ teilgenommen und einen starken Willen zur länder- und regionsübergreifenden Zusammenarbeit gespürt.

Eines ist klar: Je besser wir uns vernetzen, desto mehr können wir voneinander lernen und im Austausch von Wissen und Gütern die Chancen für die Menschen verbessern.

Alle Eltern haben für ihre Kinder den Traum, dass das Morgen besser wird als das Heute. Sie hoffen, dass ihre Kinder in einer sicheren und gesunden Umwelt mit guter Versorgung aufwachsen. Sicherheit, Gesundheit, Versorgung und Bildung sind menschliche Grundbedürfnisse, deren Befriedigung ganz wesentlich von einer guten Infrastruktur und guten Vernetzung abhängen. Auch die Ergebnisse unseres aktuellen DHL Global Connectedness Index 2014 zeigen klar: Die am stärksten vernetzten Länder und Regionen der Welt haben ihre Grenzen für einen offenen Austausch von Gütern und Dienstleistungen, Kapital, Informationen und Arbeitskräften geöffnet. Und genau dieser Austausch bildet die Grundlage für langfristiges Wachstum und Wohlstand.

Die Ländervergleiche zeigen zum Teil erstaunliche Korrelationen. Hat ein Land ein doppelt so hohes Bruttoinlandsprodukt je Einwohner wie ein anderes Land, so zeigt sich die Tendenz, dass auch seine globale Vernetzung um mehr als fünf Punkte höher ist. Für mich ist dies ein weiterer Beleg dafür, dass sich die gute Vernetzung eines Landes grundsätzlich auch in einem hohen Wohlstand seiner Bewohner niederschlägt.

Europa ist die weltweit am besten vernetzte Region. Neun der zehn global am stärksten vernetzten Länder liegen in Europa; die Niederlande ist dabei auf Platz 1. Europa hat jedoch keinen Grund, sich selbstzufrieden zurückzulehnen.

Macht, Wohlstand und Wachstum verlagern sich nach Asien

Der APEC CEO Summit 2014 hat klar gezeigt, dass sich Macht, Wohlstand und Wachstum sowohl politisch wie auch wirtschaftlich klar nach Asien verlagern. Die Region Ost-Asien und Pazifik hat mittlerweile das dritthöchste Niveau globaler Vernetzung und den zweithöchsten innerregionalen Austausch.

Die 21 Mitgliedsstaaten von APEC haben das Ziel, bis zum Jahr 2020 eine gemeinsame Freihandelszone aufzubauen. Dies würde freien Handel und Austausch zwischen rund zweieinhalb Milliarden Menschen bedeuten. Asien kann dabei sicherlich viel vom Erfolgsmodell der Europäischen Union lernen. Auch wenn einige Länder Europas momentan mit großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, so ist der Gemeinsame Markt immer noch ein Garant für ein gemeinsames Verständnis von Freiheit und Frieden in der Region.

Wenn wir die Chancen der zunehmenden Digitalisierung und des boomenden E-Commerce aber wirklich nutzen wollen, dann müssen wir dies viel stärker auch über regionale Grenzen hinaus tun. Gute Logistik und damit verbundene effiziente Infrastruktur sind ein wichtiger Hebel, denn sie sind die Entwicklungsadern unserer Welt.

Protektionismus ist der falsche Weg

Ohne funktionierende Logistik ist eine gute Versorgung der Bevölkerung nicht möglich. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden 2050 über 9 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Über 2 Milliarden Menschen mehr als heute. Diese Menschen wollen und sollen sich austauschen. Dies braucht freien Handel, gute Infrastruktur und gemeinsame Standards. Es wird dabei auch immer wichtiger werden, Wachstum und Verkehr voneinander zu entkoppeln.

Zusammenkünfte wie der APEC CEO Summit sind eine hervorragende Chance zum Austausch über diese und viele weitere Zukunftsfragen. Protektionistische Tendenzen und der (Wieder-)Aufbau von Barrieren sind der falsche Weg. Stattdessen brauchen wir mehr Mut zur Gemeinsamkeit und Öffnung. Als Logistiker ist Deutsche Post DHL gerne mit dabei, wenn es darum geht, Menschen und Märkte zu verbinden. Dies entspricht unserem Selbstverständnis, und wir sind stolz darauf, jeden Tag einen aktiven Beitrag für mehr Teilhabe und Wohlstand zu leisten.

Wie globalisiert ist die heutige Welt?
DHL Global Connectedness Index zum Download
Mehr Wohlstand durch mehr Vernetzung

1 Kommentar

  • Markiravimo Paslaugos
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    I agree with opinion that global word is going to become even more global in the fututre. In my opinion it is all about exchange. Of course competition is going to remain – it is an incentive of development, but the main purpose of it is to to colaborate with competitors in a profitble way.

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